Life in the 22nd Century

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Ursula K. Le Guin

Ursula K. Le Guin

Ursula K. Le Guin, 1929 in Berkeley (Kalifornien) geboren, veröffentlichte Anfang der 1960er Jahre ihre ersten Science-Fiction- und Fantasy-Erzählungen. Ihren Durchbruch erzielte sie 1969 mit dem Roman „The left Hand of Darkness“ (dt. Winterplanet) und der großen Utopie „The Dispossessed“ (dt. Planet der Habenichtse), die 1974 erschienen ist.

Sie erhielt für ihre Bücher mehrfach die beiden bedeutendsten internationalen Preise für Science-Fiction-Literatur, den Nebula Award und den Hugo Award. Von den Lesern des Magazins „Locus“ („The Magazine Of The Science Fiction & Fantasy Field”) wurde sie insgesamt 19 Mal zum Gewinner des Locus Awards gewählt, so oft wie kein anderer Schriftsteller.

Neben ihren Romanen, die zu den bedeutendsten modernen SF-Klassikern gehören, erschienen Gedichtbände, Story-Sammlungen, Kinderbücher und Essays.

Für ihr Werk wurde sie mit dem National Book Award, dem American Book Award, dem World Fantasy Award und dem Harold D. Vursell Memorial Award ausgezeichnet. Ihre Story-Sammlung „Unlocking the Air and Other Stories” wurde für den Pulitzer-Preis nominiert.

Le Guins Werke vermeiden einfache moralische Siege in Schwarz-Weiß und ziehen keine scharfen Grenzen zwischen Gut und Böse. Ihre Hauptfiguren lösen Konflikte nicht durch gewaltige Schlachten oder Kämpfe, sondern mit Köpfchen. Die Erdsee-Trilogie bspw. ist eine denkwürdige Erforschung der Beziehung zwischen Leben und Tod: ohne Dunkelheit kein Licht, und Sterblichkeit erlaubt allem Lebendigen zu sein. Die Dunkelheit umfasst die verborgenen und weniger angenehmen Seiten unseres Selbst - unsere Ängste, unseren Stolz, unseren Neid. Der Zauberer Ged muss sich seinem Schatten-Ich stellen, bevor es ihn verschlingt. Erst dann kann er ganz werden. [3]

Ursula K. Le Guin, die große Science-Fiction-Autorin und Feministin, starb am 22.01.2018. Sie wurde 88 Jahre alt.

Zum Schluss noch ein paar Worte der Weisheit dieser unvergleichlichen Autorin:

„Wir lesen Bücher, um herauszufinden, wer wir sind. Was andere Menschen, ob real oder imaginär, tun, denken und fühlen... ist ein wesentlicher Leitfaden für unser Verständnis dessen, was wir selbst sind und werden können.“

Diese Werke der Autorin sind mir bekannt, und ich habe sie auch selbst gelesen:

Hainish-Zyklus

  • Hainish - Rocannons Welt, Das zehnte Jahr, Stadt der Illusionen
  • Winterplanet (bzw. Die linke Hand der Dunkelheit)
  • Planet der Habenichtse (bzw. Die Enteigneten)
  • Das Wort für Welt ist Wald
  • Die Erzähler

Erdsee-Zyklus

  • Erdsee - Der Magier der Erdsee, Die Gräber von Atuan, Das ferne Ufer, Tehanu
  • Das Vermächtnis von Erdsee
  • Rückkehr nach Erdsee

Einzelromane

  • Die Geißel des Himmels
  • Das Wunschtal
  • Die Regenfrau
  • Nächstes Jahr im September
  • Malafrena

Kurzgeschichtensammlungen

  • Die zwölf Striche der Windrose
  • Geschichten aus Orsinien
  • Die Kompaßrose
  • Ein Fischer des Binnenmeeres

Quellen

[1] Ein Fischer des Binnenmeeres – Ursula K. Le Guin Edition Phantasia, Bellheim

[2] Wikipedia - Die freie Enzyklopädie – Ursula K. Le Guin (engl.) und Ursula K. Le Guin (dt.)

Das Bild der Schriftstellerin ist eine eigne Grafik nach einem Bild von Marian Wood Kolisch (Copyright © by Marian Wood Kolisch) .

[3] Ursula K Le Guin, by Margaret Atwood: ‘One of the literary greats of the 20th century’

Motto

Lesenswerte SF-Literatur entdecken und vorstellen.

„Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben über die Sterne“

(Jean Paul)