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Leonid Gorbowski

Leonid Gorbowski
© L.J.Rubinstein

Leonid Gorbowski (2035 - ?) ist die zentrale Hauptfigur des Mittags-Zyklus.

Im Jahr 2069 startet die „Tariel“ zu einem Langezeitflug, von dem sie erst in einigen Jahren zurückkehren wird. Leonid Gorbowski ist ihr Kommandant.

Nach seiner Rückkehr zur Erde nimmt er im Jahre 2104 an der Mission „Cepheus“ unter der Leitung August Johann Baders teil. Im Jahr 2118 ist Gorbowski aufgrund seiner vielen Weltraumabenteuer schon überaus berühmt. Viele Jungen auf der Erde (z.B. Gennadi Komow) wollen so sein wie er.

Gorbowski beteiligt sich 2119 am Projekt „Venus" und arbeitet 2121 zusammen mit August Bader an den künstlichen Satelliten der Wladislawa. Obwohl ihre Interessen nicht unterschiedlicher sein können (Bader erforscht die Satelliten, während Gorbowski auf dem Planeten landen will, um eine Stadt der Wanderer zu finden), verstehen sie sich prächtig und entwickeln einen Routen-Plan der sogenannten „Wanderer“ (eine Liste von Sternsystemen, in denen die „Wanderer“ Spuren hinterlassen haben). Gorbowski entdeckt Leonida 2133 (vielleicht wird der Planet auch nach ihm benannt). Gesundheitliche Probleme zwingen ihn, den Planeten nach kurzer Zeit zu verlassen.

Gennadi Komow übernimmt das Kommando. Allerdings bleibt ihm wenig Zeit, die Forscher müssen den Planeten wenig später verlassen. Auf Leonida wird eine Zivilisation entdeckt. Gorbowski führt die Verhandlungen mit den Leonidanern. Zu diesem Zeitpunkt ist er bereits ein bekanntes und einflussreiches Mitglied des Weltrates und der KomKon. Im Jahr 2137 nimmt Leonid Gorbowski kurz an der Diskussion über den „Findelkinder-Sarkophag“ teil, zeigt daran jedoch wenig Interesse.

Im Jahr 2156 kommt es auf dem „Regenbogen“ zu einer schrecklichen Katastrophe. Als Kapitän der „Tariel II“ liefert Gorbowski spezielle Ausrüstung für Wissenschaftler dort ab. Als die Katastrophe losbricht beschließt er, mit dem Schiff alle Kinder zu retten. Weil der Platz aber nicht reicht, müssen die Erwachsenen auf der Oberfläche zurückbleiben. Auch Gorbowski bleibt auf dem Regenbogen und übergibt  die „Tariel II“ an seinen erster Offizier Stanislaw Pischta. Die Menschen überleben nur mit viel Glück, die beiden Wellen neutralisieren sich beim Aufeinandertreffen. Der Planet ist danach verwüstet, weitere Versuche zum Null-Transport werden verboten.

Leonid Gorbowski taucht nach fünf Jahren bei Beginn des „Projekts Arche“ wieder auf. Zwar zeigt er kein Interesse an den ursprünglichen Zielen der Operation, er ändert jedoch seine Haltung, nachdem Verbindung mit den Arche-Mega-Lebensformen aufgenommen werden soll. Als Mitglied der KomKon versucht Gorbowski, Komow von der Kontaktaufnahme mit den Außerirdischen abzuhalten. Er rät Komow mehrmals, die Verbindung mit den Mega-Lebensformen nicht zu erzwingen. Komow ignoriert seinen Ratschlag, auch wenn der sich am Ende als richtig erweist. Die letzten bekannten Aktivitäten Gorbowskis sind mit der „Großen Offenbarung“ am Ende des 22. Jahrhunderts verbunden. Im Jahr 2199 führen er und Gennadi Komow im Namen der Menschheit Verhandlungen mit den Menten.

Gorbowski ist berühmt für seine Angewohnheit, sich auf jede verfügbare horizontale Fläche zu legen und auszuruhen. Er begründet es damit, dass er während eines Weltraumfluges nicht dazu käme und deshalb versucht, dies durch "die Verringerung der Entropie des Universums" oder jede andere Gelegenheit zu kompensieren. Diese Angewohnheit hat eine Menge Witze über ihn zur Folge.

Quellen

[1] Die englische Wikipedia - die Artikel Rudolf Sikorski, Leonid Gorbovsky, List of minor Noon Universe characters

(Stand 10.03.2015) übertragen ins Deutsche und ergänzt um einige Informationen.

[2] Gesammelte Werke 1 – 3, A. u. B. Strugatzki, WILHELM HEYNE VERLAG MÜNCHEN 2010

Die Zeichnung von:

Die Veröffentlichung der Zeichnungen erfolgt mit freundlicher Genehmigung durch Vladimir Borisov (Redakteur der Seite "Фантасты братья Стругацкие").

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