Life in the 22nd Century

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Lesenswerte SF-Literatur entdecken und vorstellen.

„Bücher lesen heißt wandern gehen in ferne Welten, aus den Stuben über die Sterne“mylogo

(Jean Paul)

Buchautoren

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Günther Krupkat

Günther Krupkat, 1905 in Berlin geboren, war ein beliebter Science-Fiction-Autor der DDR. Nach dem Gymnasium begann er ein Ingenieurstudium und schrieb als Neunzehnjähriger, angeregt durch Alexej Tolstois „Aelita“. den utopischen Roman „Od“. Wegen der darin geäußerten „linken“ Gesellschaftskritik fand er jedoch dafür keinen Verleger.

In der Folgezeit musste Günther Krupkat aus Geldmangel sein Studium aufgeben und arbeitete als Fabrikarbeiter, Filmdramaturg, Geschäftsreisender, Elektromonteur, Reklametexter und Laborant. In den Jahren 1929-1933 konnte er eigene Kurzgeschichten veröffentlichen. Nach 1933 beteiligte er sich am antifaschistischen Widerstand und musste deshalb in die Tschechoslowakei flüchten.

Ab 1955 lebte Günther Krupkat als freiberuflicher Schriftsteller in Berlin. Er verfasste die nicht zum SF-Genre gehörenden Romane „Das Schiff der Verlorenen“ (1957, über die Titanic-Katastrophe) und „Das Gesicht“ (1958) sowie mehrere Fernseh- und Schauspiele. Von 1972 bis 1978 war er Vorsitzender des Arbeitskreises für Utopische Literatur beim Schriftstellerverband der DDR und außerdem Mitglied des Europa-Komitees für SF.

Der Roman „Nabou“ gilt als „eins der besten Beispiele für Science-fiction aus der DDR“. (Franz Rottensteiner in „Survey of Science Fiction Literature”, Bd. 3, Englewood Cliffs 1979)

Günther Krupkat verstarb 1990 in Berlin.

Diese Romane und Erzählungen des Autors sind mir bekannt, und ich habe sie auch selbst gelesen:

  • 1956: Gefangene des ewigen Kreises
  • 1956: Die Unsichtbaren
  • 1957: Kobalt 60
  • 1957: Nordlicht über Palmen
  • 1960: Die große Grenze
  • 1963: Als die Götter starben
  • 1968: Nabou
  • 1975: Der Mann vom Anti

Quellen

[1] Die Science-fiction der DDR - Autoren und Werke, Verlag Das Neue Berlin 1988 - herausgegeben von Erik Simon und Olaf R. Spittel, S. 182 – 185

Bild des Autors Günther Krupkat - Zeichnung nach Bild in [1], S. 182

Arne Sjöberg

Arne Sjöberg

Arne Sjöberg war ein Pseudonym des Schriftstellers Jürgen Brinkmann. Er gehörte zu den wenigen Autoren, die neben Gegenwarts- und Kriminalliteratur auch Science-Fiction schreiben.

Jürgen Brinkmann wurde am 28. Januar 1934 in Berlin geboren. Nach Abschluss der Oberschule arbeitete er von 1951 bis 1953 als Ofenarbeiter und Schweißer. Später absolvierte er eine Ausbildung zum Bibliothekar und arbeitete in diesem Beruf einige Jahre. Es folgte eine kurze Tätigkeit als Lektor in einem Leipziger Verlag.

Im Jahre 1965 erschien sein erster Roman „Frank Mellenthin“, der bei den Lesern sehr gut ankam. In ihm schildert der Autor die Probleme eines jungen Mannes in den Wirren des Nachkriegsdeutschlands. Aufgrund seines Erfolgs wurde Brinkmann ab 1966 freischaffender Schriftsteller.

In den folgenden Jahren erschienen die Gegenwartsromane „Augen, um zu sehen“ (1973) und „Der Pe-Wi kommt durch die Welt“ (1982). Unter dem Pseudonym Paul Evertier schrieb Brinkmann außerdem die Kriminalromane „Monsieur bleibt im Schatten“ (1971, gemeinsam mit Werner Schmoll), „Die sanfte Falle“ (1979) und „Man stirbt nicht ungefragt“ (1984).  Im Jahr 1974 wurde ihm der Kunstpreis der Stadt Leipzig verliehen.

Seinen ersten SF-Roman "Die stummen Götter" publizierte Brinkmann unter dem Pseudonym Arne Sjöberg im Jahr 1978. Nur wenige Jahre später folgte dessen Fortsetzung „Andromeda“. 1986 erschien seine einzige SF-Erzählung „Kein Weg zurück“ (in der Anthologie „Zeitreisen“).

Jürgen Brinkmann starb am 5. Juni 1997 in Leipzig.

Diese Romane und Erzählungen des Autors sind mir bekannt, und ich habe sie auch selbst gelesen:

 

Quellen

[1] Die Science-fiction der DDR - Autoren und Werke, Verlag Das Neue Berlin 1988 - herausgegeben von Erik Simon und Olaf R. Spittel, S. 236 – 238

Bild des Autors Arne Sjöberg - Zeichnung nach Bild in [1], S. 236

Klaus Frühauf

Klaus Frühauf

Klaus Frühauf, war einer der wichtigsten Science-Fiction-Autoren in der DDR.

Er wurde 1933 in Halle geboren, lernte Maschinenschlosser und studierte danach Maschinenbau. Neben seinem Beruf war Klaus Frühauf als Schriftsteller tätig und lebte ab 1980 als freischaffender Schriftsteller in Rostock.

Frühaufs Beitrag zur Science-Fiction besteht aus mehreren Romanen und Erzählungsbänden. In seinen Romanen schildert er häufig abenteuerliche Begegnungen mit außerirdischen Zivilisationen. Mittelpunkt der Handlung ist jeweils ein Problem, bei dessen Lösung ihnen die Mannschaft des irdischen Raumschiffes oder die ganze Menschheit hilft.

Klaus Frühauf starb 2005 nach kurzer schwerer Krankheit in Rostock. ([1])

Diese Werke des Autors aus dem Bereich Science-Fiction sind mir bekannt, und ich habe sie auch selbst gelesen:

  • 1974 Mutanten auf Andromeda
  • 1976 Am Rande wohnen die Wilden
  • 1977 Das Wasser des Mars
  • 1979 Stern auf Nullkurs
  • 1981 Genion
  • 1982 Das fremde Hirn
  • 1983 Die Bäume von Eden
  • 1984 Das verhängnisvolle Experiment
  • 1988 Lautlos im Orbit
  • 1996 Finale
  • 2000 Die Stadt der tausend Augen
  • 2003 Aufstand der Sterblichen

Quellen

[1] Die Science-fiction der DDR - Autoren und Werke, Verlag Das Neue Berlin 1988 - herausgegeben von Erik Simon und Olaf R. Spittel, S. 135 – 139

Bild des Autors Klaus Frühauf - Zeichnung nach Bild in [1], S. 135

Georgi Martynow

Georgi Martynow

Georgi Sergejewitsch Martynow war ein russischer Science-Fiction-Schriftsteller. Im Oktober des Jahres 1906 erblickte er in der Stadt Grodno das Licht der Welt. Sein Vater war Ingenieur bei der Eisenbahn, und so war die Familie oft gezwungen, den Wohnort zu wechselt. Der zukünftige Schriftsteller verbrachte seine Kindheit in verschiedenen Städten des Europäischen Teiles der UdSSR.

Am Anfang seines Erwerbslebens arbeitete Martynow bei der Eisenbahn. Nach dem Dienst in der Roten Armee lebte er ab 1928 in Leningrad und heiratete 1932. Ab 1931 arbeitete er im Leningrader Betrieb für technische Gummierzeugnisse als Elektromonteur und bildete sich neben seiner Arbeit über viele Jahre beruflich weiter. So wurde er Meister, später Verantwortlicher für die elektrische Ausrüstung und zum Schluss Vorgesetzter der Elektroabteilung seines Betriebes.

Georgi Martynow nahm am Großen Vaterländischen Krieg teil. Er kämpfte an der Leningrader und später an der Baltischen Front. Er wurde mit dem Roten Stern und weiteren Medaillen geehrt.

Im Jahr 1951, Martynow war inzwischen 45 Jahre alt, begann er mit dem Schreiben seines ersten phantastischen Romans -  "Гость из бездны" (deutsch "Die Rückkehr der Phaetonen"). Es war die dramatische Geschichte eines Teilnehmers des Großen Vaterländischen Krieges, der in eine ferne kommunistische Zukunft versetzt wird.

Martynows Biografen A. Balabucha und A. Britikow schrieben, wenn der Roman in den 1950er Jahren veröffentlicht worden wäre, würde er heute in einer Reihe mit der Utopie "Туманностью Андромеды " (deutsch "Das Mädchen aus dem All") von Iwan Jefremow stehen.

Jedoch hörte Martynow bereits nach der Hälfte seines ersten Buches zu schreiben auf und begann mit der Erzählung "Мир угасшей жизни" (auch "220 дней на звездолёте", deutsch "220 Tage im Weltraumschiff"). Darin beschreibt er eine kosmische Expedition zum Mars. Zu seinem ersten Buch kehrte der Autor erst nach 10 Jahren zurück, es wurde im Jahr 1961 veröffentlicht. Die Bücher "220 дней на звездолёте", "Сестра Земли" und "Наследство фаэтонцев" wurden auch als Gesamtausgabe unter dem Titel "Звездоплаватели" herausgegeben.

Im Jahr 1957 erschien mit "Каллисто" einer der bekanntesten Romane Martynows. Etwas später (1960) folgte die Roman-Fortsetzung "Каллистяне". Im ersten Roman wird die Ankunft von Boten einer hochentwickelten Zivilisation aus dem System des Sirius beschrieben. In der Roman-Fortsetzung fliegen Bewohner der Erde mit dem Schiff "каллистян" zur fernen Welt der Besucher und lernen dort eine vollkommene kommunistische Gesellschaft kennen.

Nach Meinung der Kritik ist der Roman "Гианэя" (1963; 1965; 1971) einer der besten Martynows. Darin entdecken Erdbewohner auf ihrer Reise durch das Sonnensystem ein fremdes Raumschiff. Bevor das Raumschiff explodiert, setzt es das außerirdische Mädchen Gianeja auf einem Asteroiden ab. Gianeja besucht die Erde und versucht, sich in dieser für sie neuen Welt zurechtzufinden. Am Ende des Buches begeht Gianeja Selbstmord. Zwar gefällt ihr die schöne Erde, aber sie sehnt sich zu sehr nach ihrer Heimatwelt. Später (1971) erweiterte Martynow auf Bitte seiner Leser den Roman um zwei Teile. In ihnen wird Gianeja auf wunderbare Weise wiederbelebt, sie heiratet einen Erdbewohner und gebärt ihm einen Sohn. Die nachträglichen Veränderungen am Buch führten jedoch zu regen Diskussionen unter den Lesern.

Auch mit "Спираль времени" (1966) blieb Martynow dem SF-Genre treu. In dem Buch wird von Abenteuern außerirdischer Besucher in verschiedenen Epochen der Erdgeschichte, ihrem Kontakt mit den Atlantern (Atlantis) und den Menschen der Zukunft erzählt. Obwohl der Roman bei den Lesern weniger Erfolg als die vorhergehenden Werke des Schriftstellers hatte, ist er ein gutes Beispiel für die wissenschaftliche Abenteuer-Phantastik.

Die Erzählung "Кто он?" von 1971 ist ein Krimi, der nur eine phantastische Zutat enthält: ein Gerät, das die hypnotische Wirkung eines Menschen auf andere Menschen verstärkt.

In seinem letzten Buch - der Erzählung "Сто одиннадцатый" - widmet sich der Schriftsteller dem traditionellen Thema des Kontaktes mit einer extraterrestrischen Vernunft. Im Unterschied zu seinen vorhergehenden Büchern verlegt der Autor die Handlung in die 70er Jahre des 20. Jahrhunderts.

Georgi Martynow starb am 26. Oktober 1986.

Diese Werke des Autors sind mir bekannt, und ich habe sie auch selbst gelesen:

Quellen

[1] Georgi Martynow - russische WIKIPEDIA

Das Bild Georgi Martynow - eigene Zeichnung nach dem Foto von WIKIPEDIA

Ursula K. Le Guin

Ursula K. Le Guin

Ursula K. Le Guin, 1929 in Berkeley (Kalifornien) geboren, veröffentlichte Anfang der 1960er Jahre ihre ersten Science-Fiction- und Fantasy-Erzählungen. Ihren Durchbruch erzielte sie 1969 mit dem Roman „The left Hand of Darkness“ (dt. Winterplanet) und der großen Utopie „The Dispossessed“ (dt. Planet der Habenichtse), die 1974 erschienen ist.

Sie erhielt für ihre Bücher mehrfach die beiden bedeutendsten internationalen Preise für Science-Fiction-Literatur, den Nebula Award und den Hugo Award. Von den Lesern des Magazins „Locus“ („The Magazine Of The Science Fiction & Fantasy Field”) wurde sie insgesamt 19 Mal zum Gewinner des Locus Awards gewählt, so oft wie kein anderer Schriftsteller.

Neben ihren Romanen, die zu den bedeutendsten modernen SF-Klassikern gehören, erschienen Gedichtbände, Story-Sammlungen, Kinderbücher und Essays.

Für ihr Werk wurde sie mit dem National Book Award, dem American Book Award, dem World Fantasy Award und dem Harold D. Vursell Memorial Award ausgezeichnet. Ihre Story-Sammlung „Unlocking the Air and Other Stories” wurde für den Pulitzer-Preis nominiert.

Ursula K. Le Guin lebt in Portland (Oregon).

Diese Werke der Autorin sind mir bekannt, und ich habe sie auch selbst gelesen:

Hainish-Zyklus

  • Hainish - Rocannons Welt, Das zehnte Jahr, Stadt der Illusionen
  • Winterplanet (bzw. Die linke Hand der Dunkelheit)
  • Planet der Habenichtse (bzw. Die Enteigneten)
  • Das Wort für Welt ist Wald
  • Die Erzähler

Erdsee-Zyklus

  • Erdsee - Der Magier der Erdsee, Die Gräber von Atuan, Das ferne Ufer, Tehanu
  • Das Vermächtnis von Erdsee
  • Rückkehr nach Erdsee

Einzelromane

  • Die Geißel des Himmels
  • Das Wunschtal
  • Die Regenfrau
  • Nächstes Jahr im September
  • Malafrena

Kurzgeschichtensammlungen

  • Die zwölf Striche der Windrose
  • Geschichten aus Orsinien
  • Die Kompaßrose
  • Ein Fischer des Binnenmeeres

Quellen

[1] Ein Fischer des Binnenmeeres – Ursula K. Le Guin Edition Phantasia, Bellheim

[2] Wikipedia - Die freie Enzyklopädie – Ursula K. Le Guin (engl.) und Ursula K. Le Guin (dt.)

Das Bild der Schriftstellerin ist eine eigne Grafik nach einem Bild von Marian Wood Kolisch (Copyright © by Marian Wood Kolisch) .

Hans Bach

Hans Bach

Hans Bach, Jahrgang 1940, ist ein deutscher Schriftsteller und Diplompsychologe.

Der Autor arbeitete nach Schulabschluss zunächst in verschiedenen Berufen, absolvierte seinen Wehrdienst, machte ein externes Abitur und nahm ein Psychologiestudium an der Humboldt-Universität in Berlin auf. Nach dem Studium war er im Gesundheitsministerium der DDR tätig.

Seit 1981 ist er freischaffend. Der Autor schrieb vorwiegend SF-Erzählungen und -Romane, aber auch einige nichtphantastische Erzählungen. Seine Berufserfahrungen als Psychologe ließ er dabei in seine Werke einfließen.

Diese Romane und Erzählungen des Autors sind mir bekannt, und ich habe sie auch selbst gelesen:

Quellen

[1] Die Science-fiction der DDR - Autoren und Werke, Verlag Das Neue Berlin 1988 - herausgegeben von Erik Simon und Olaf R. Spittel
[2] Wikipedia - Die freie Enzyklopädie - Hans Bach

Bild des Autors Hans Bach - Grafik nach Bild in [1], S. 97

Eberhardt del'Antonio

Eberhardt del'Antonio

Karl Eberhardt del’Antonio war ein deutscher Ingenieur und Science-Fiction-Schriftsteller.

Der Autor wurde am 21. April 1926 in Lichtenstein in Sachsen geboren und lernte Metallhandwerker und technischer Zeichner. 1944 wurde er zum Wehrdienst einberufen und musste sein Ingenieurstudium abbrechen.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges befand sich del’Antonio für kurze Zeit in Gefangenschaft und wurde später nach Bremerhaven dienstverpflichtet. Während dieser Zeit war er als Kranführer, Hafenarbeiter, Maler und Schmied tätig.

Noch vor Gründung der DDR kehrte Eberhardt del’Antonio in die sowjetische Besatzungszone nach Dresden zurück. In den folgenden Jahren arbeitete er dann als Reklamezeichner, Dispatcher, Sachbearbeiter, Schriftrichter und Mechaniker. Als Konstrukteur in einem Entwicklungsbetrieb baute er ein Büro für Erfindungswesen auf und wurde später als Kulturfunktionär eingesetzt. Seit 1959 lebte er als freischaffender Schriftsteller in Dresden. Er war Mitglied der Kammer der Technik und der Gesellschaft für Weltraumforschung und Raumfahrt der DDR.

Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit verfasste er zahlreiche Märchenspiele und war an einer Kinderrevue mit SF-Motiven und einer Folge von SF-Hörspielen für Kinder beteiligt.

Als sein Hauptwerk gelten seine vier SF-Romane „Gigantum“, „Titanus“, „Heimkehr der Vorfahren“ und „Projekt Sahara“.

Eberhardt del’Antonio starb am 22. Februar 1997 in Dresden.

Diese Romane und Erzählungen des Autors sind mir bekannt, und ich habe sie auch selbst gelesen:

  • 1957 Gigantum
  • 1959 Titanus
  • 1962 Projekt Sahara
  • 1966 Heimkehr der Vorfahren
  • 1988 Okeanus

Quellen

[1] Die Science-fiction der DDR - Autoren und Werke, Verlag Das Neue Berlin 1988 - herausgegeben von Erik Simon und Olaf R. Spittel (S. 94 - 97)
[2] Wikipedia - Die freie Enzyklopädie - Eberhardt del’Antonio

Bild des Autors Eberhardt del’Antonio - Grafik nach Bild in [1], S. 94

Karl-Heinz Tuschel

Karl-Heinz Tuschel

Karl-Heinz Tuschel, 1928 in Magdeburg geboren, war einer der beliebtesten und produktivsten Science-Fiction-Autoren der DDR. Nach dem Abitur arbeitete er als Chemiewerker, Bergarbeiter und Redakteur.  Ein naturwissenschaftliches Studium beendete er vorzeitig.

Von 1958 bis 1961 absolvierte Karl-Heinz Tuschel das Literaturinstitut „Johannes R. Becher“ in Leipzig. Danach wurde er Dramaturg beim Erich-Weinert-Ensemble der NVA.

Seit 1976 war er freischaffender Schriftsteller und schrieb ausschließlich SF.

Karl-Heinz Tuschel verstarb 2005 im Alter von 76 Jahren in Berlin.

Diese Romane und Erzählungen des Autors sind mir bekannt, und ich habe sie auch selbst gelesen:

  • Ein Stern fliegt vorbei
  • Der purpurne Planet
  • Die Insel der Roboter
  • Das Rätsel Sigma
  • Die blaue Sonne der Paksi
  • Kommando Venus 3
  • Zielstern Beteigeuze
  • Leitstrahl für Aldebaran
  • Kurs Minosmond
  • Unternehmen Three Cheers
  • Der Mann von IDEA
  • Balance am Rande des Todes
  • Zwischen Perseus und Schütze

Quellen

[1] Die Science-fiction der DDR - Autoren und Werke, Verlag Das Neue Berlin 1988 - herausgegeben von Erik Simon und Olaf R. Spittel
[2] Wikipedia - Die freie Enzyklopädie - Karl-Heinz Tuschel

Bild des Autors Karl-Heinz Tuschel - Grafik nach Bild in [1], S. 263

Rand Miller

Rand Miller

Rand Miller wurde am 17. Januar 1959 in Philadelphia ( Pennsylvania, USA) geboren. Er ist Mitbegründer der Computerspielefirma Cyan Worlds. Zusammen mit seinem Bruder Robyn Miller entwickelte er in den 90er Jahren das Computerspiel Myst.

Das Spiel Myst gilt als eins der erfolgreichsten Computerspiele aller Zeiten. Rand Miller arbeitete auch an dessen Fortsetzungen Riven, realMyst und Uru - Ages Beyond Myst mit.

In heutiger Zeit ist Rand Miller als Leiter von Cyan Worlds weniger mit dem Erstellen und Programmieren neuer Spiele, sondern mehr mit dem Betreuen der laufenden Projekte der Firma beschäftigt. In den Filmsequenzen der MYST-Reihe verkörpert Rand Miller die Figur des Atrus.

Diese Romane und Erzählungen des Autors Rand Miller sind mir bekannt, und ich habe sie auch selbst gelesen:

 

Robyn Miller

Robyn Miller

Robyn Charles Miller wurde am 22. April 1960 in London geboren. Er gründete zusammen mit seinem Bruder Rand Miller die Computerspielefirma Cyan Worlds. Als Komponist der genialen Soundtracks zu Myst und Riven war er entscheidend am großen Erfolg dieser Computerspiele beteiligt. Später verließ Robyn Miller die Firma Cyan und wendete sich anderen Projekten zu.

 

Quellen

[1] Rand Miller, WIKIPEDIA

[2] Robyn Miller, WIKIPEDIA

Das Bild von Rand Miller wurde nach einem Screenshot aus dem Computerspiel Myst IV – Revelation angefertigt.

Das Bild von Robyn Miller wurde nach einem Screenshot aus dem „Making of" zum Spiel Riven angefertigt.

Michael Szameit

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Michael Szameit, 1950 in Prießen geboren, lernte Elektromechaniker und nahm ein Physikstudium auf, musste es aber aus gesundheitlichen Gründen abbrechen. Danach arbeitete er in verschiedenen Funktionen bei Film und Fernsehen und schließlich als Leiter eines Tonstudios. Von 1981 bis 1984 war er Lektor im Verlag Neues Leben, danach wurde er freischaffender Schriftsteller. ([1], S. 251) Nach der Wende arbeitete er in Hamburg als Redakteur und Journalist für das Anglermagazin Blinker. Zuletzt lebte er in Erkner am Stadtrand von Berlin.

In den 1980er Jahren erschienen von Michael Szameit einige SF-Romane. Außerdem gab der Autor die internationale Anthologie „Aus dem Tagebuch einer Ameise. Wissenschaftlich-phantastische Tiergeschichten" heraus und veröffentlichte einige Erzählungen in Anthologien. Seine Geschichten zeichnen sich durch einen Hang zu skurrilem Humor aus, besonders deutlich wird das in den Erzählungen „Urlaub auf aldebaranisch" und „Der Apfelmuskreuzer". In der Heftreihe „Das neue Abenteuer" erschien 1983 seine Erzählung „Planet der Windharfen". Michael Szameit war einer der beliebtesten SF-Autoren der DDR.

Bis zu seinem Tod im Jahre 2014 war Michael Szameit noch als Schriftsteller tätig. Die meisten seiner Werke sind bei Amazon als Kindle-Ebook erhältlich. In seinem Blog nahm der Autor Stellung zu interessanten Ereignissen aus Poltik und Wissenschaft. ([2])

Diese Werke des Autors aus dem Bereich Science-Fiction sind mir bekannt, und ich habe sie auch selbst gelesen:

  • Planet der Windharfen
  • Im Glanz der Sonne Zaurak
  • Alarm im Tunnel Transterra
  • Das Geheimnis der Sonnensteine
  • Drachenkreuzer Ikaros
  • Copyworld
  • Morgen ist heute gestern: Stories

Quellen

[1] Die Science-fiction der DDR - Autoren und Werke, Verlag Das Neue Berlin 1988 - herausgegeben von Erik Simon und Olaf R. Spittel, S. 251 - 256

[2] Webseite von Michael Szameit (Stand: 29.05.2012): http://www.michael-szameit.de/

Bild des Autors Michael Szameit - Zeichnung nach Bild in [1], S. 251

David Brin

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Glen David Brin, 1950 in Glendale (Kalifornien) geboren, ist ein amerikanischer Wissenschaftler und preisgekrönter Science-Fiction-Autor. Er erhielt unter anderem den Hugo, Nebula und Locus Award.

Nach seinem Studium der Astronomie am California Institute of Technology erwarb er einen Doktorgrad in Astrophysik an der University of California, San Diego. Später war David Brin als NASA-Berater und Physik-Professor tätig. Seit dem großen Erfolg seines Romans "Sternenflut" lebt er als freiberuflicher Schriftsteller mit seiner Familie in Santa Monica.

Sein Uplift-Zyklus erfreut sich großer Beliebtheit bei den Lesern von Science-Fiction-Literatur. Die Grundidee dieser Romanreihe geht auf die Hypothese Erich von Dänikens zurück, derzufolge die Götter Außerirdische waren. Da Intelligenz im All nur sehr selten von selbst entstehen und sich anschließend entwickeln kann, übernehmen sogenannte Patronatsrassen das "Liften" (Entwicklung der körperlichen und geistigen Fähigkeiten) anderer potenziell intelligenter Lebensformen. Für die Zeitdauer dieser Entwicklungsphase sind die gelifteten Klienten abhängig von ihrem Patron. Am Ende wird die neu entstandene Rasse aus ihrem Vertrag entlassen und kann nun selbst Patron einer präintelligenten Lebensform werden. Über Jahrmillionen sind auf diese Weise verschiedene galaktische Clans entstanden. Alle Patronatsrassen und ihre Klienten sprechen dieselben Sprachen und haben Zugang zur Bibliothek. In dieser uralten Enzyklopädie ist das gesamte Wissen seit der Zeit der ersten Progenitoren gesammelt.

Die Menschheit ist unter den galaktischen Völkern ein Sonderfall. Sie hat selbst keinen Patron bzw. er ist unbekannt. Seit einigen Jahren haben die Menschen das Patronat über die Delphine und Schimpansen übernommen. Das gewährt ihnen einen gewissen Status, der aber von manchen Rassen angezweifelt wird. Der Uplift-Zyklus erzählt vom schweren Weg der Menschheit, ihren Platz in der galaktischen Zivilisation zu finden.

Diese Werke des Autors sind mir bekannt, und ich habe sie auch selbst gelesen:

Quellen

[1] David Brin - WIKIPEDIA

Das Bild David Brin - eigene Zeichnung nach dem Foto von WIKIPEDIA

Iwan Jefremow

Iwan Jefremow

Iwan Jefremow, 1908 in Wyriza geboren, war ein russischer Wissenschaftler und Science-Fiction-Autor. Er gilt als der Begründer der Fossilisationslehre (Taphonomie), die die Prozesse bei der Entstehung von Fossilien beschreibt.

1924 nahm er ein Biologiestudium an der Leningrader Universität auf. Nach Beendigung seiner Ausbildung arbeitete Jefremow als Laborant. In der Zeit von 1932 bis 1934 besuchte er als Fernstudent das Leningrader Bergbauinstitut. Um 1930 führten ihn geologische und paläontologische Expeditionen in viele Teile seines Heimatlandes. Für seine grundlegenden wissenschaftlichen Arbeiten wurde er mit dem Staatspreis ausgezeichnet.

Mit dem Schreiben begann Jefremow in den 1940er Jahren. Seine ersten Publikationen waren vor allem historische Erzählungen.

1957 erschien sein erster Science-Fiction- Roman „Andromedanebel“. In ihm beschreibt der Autor seine Vorstellungen von der Zukunft der Menschheit. Mit „Das Herz der Schlange“ und „Die Stunde des Stiers“ wurde die Handlung des Romans fortgesetzt.

Iwan Jefremow starb 1972 in Moskau.

Diese Werke des Autors aus dem Bereich Science-Fiction sind mir bekannt, und ich habe sie auch selbst gelesen:

Quellen

[1] Die Stunde des Stiers, Edition TES im Ulenspiegel-Verlag Waltershausen und Erfurt 2010 - herausgegeben von Gerd-Michael Rose

[2] Das Mädchen aus dem All, Verlag Kultur und Fortschritt 1965

Das Bild Iwan Jefremow - eigene Zeichnung nach einem Foto auf dem Schutzumschlag: Das Mädchen aus dem All, 1. Auflage Verlag Kultur und Fortschritt 1965

Kir Bulytschow

Kirill Bulytschow

Kir (auch Kirill) Bulytschow  ist das Pseudonym des bekannten russischen Science-Fiction-Autors Igor Moshejko. Der Schriftsteller schrieb Geschichten und Romane sowohl für Kinder wie auch für Erwachsene. ([1], S. 370 - 380)

Der Autor wurde am 18. Oktober 1934 in Moskau geboren und studierte später am dortigen Pädagogischen Fremdspracheninstitut. Nach Beendigung seines Studiums (1957) war er zuerst als Dolmetscher und Korrespondent in Birma (dem heutigen Myanmar) und später als Wissenschaftler am Moskauer Institut für Orientalistik tätig. ([1] S. 370, Erik Simon und [3])

Bis zu seinem Tode wurden mehr als 550 Büchern in 24 Sprachen veröffentlicht. Außerdem erschienen mehr als 30 Sachbücher in 15 Sprachen unter seinem bürgerlichen Namen. ([2]) Sein Kinderbuchzyklus über die jugendlichen Heldin Alissa, benannt nach seiner Tochter, war in der Sowjetunion sehr beliebt  und wurde in viele Sprachen übersetzt. In den Geschichten unternimmt das Mädchen im 21. Jahrhundert Reisen durch den Weltraum und erlebt dabei zahlreiche Abenteuer. ([1], S. 374/375, Erik Simon) Mit weiteren Büchern auch für erwachsene Leser blieb er dem Genre Science-Fiction treu. Einige sehr schöne Buchcover der Welten des Kir Bulytschow können auf der Science-Fiction-Homepage von Ivo Gloss gefunden werden. ([4])

Als Drehbuchautor arbeitete Bulytschow an einigen Science-Fiction-Filmen mit, zwei der bekanntesten sind „Die lila Kugel“ und „Die Frau aus dem All“.

Kir Bulytschow starb am 5. September 2003.

Diese Romane und Erzählungen des Autors sind mir bekannt, und ich habe sie auch selbst gelesen:

  • Das Mädchen von der Erde
  • Die lila Kugel
  • Das Mädchen aus der Zukunft
  • Alissa jagt die Piraten
  • Das Mars-Elixier
  • Überlebende
  • Ein Takan für die Kinder der Erde

Quellen

[1] Das Science Fiction Jahr 2004, Wilhelm Heyne Verlag München 2004 - herausgegeben von Sascha Mamczak und Wolfgang Jeschke; daraus "Das Leben Igor Moshejkos, Kir Bulytschows Werk" von Erik Simon, S. 370 - 380

[2] Die Kir-Bulytschow-Seite von Ivo Gloss

[3] ALIEN CONTACT (epilog.de) - Kir Bulytschow

[4] Die Welten des Kir Bulytschow

Rainer Fuhrmann

Rainer Fuhrmann

Rainer Fuhrmann, 1940 in Berlin geboren, war einer der besten Science-Fiction-Autoren der DDR. Schon als junger Mann interessierte er sich für das Schreiben von Geschichten, ohne jemals mit einer Publikation zu rechnen. Zur Science-Fiction kam er durch die Wette eines Freundes. Der meinte, Fuhrmann könne alles andere schreiben, aber keine Science-Fiction.

Bei seiner Tätigkeit als Mechanikermeister für Orthopädietechnik war Fuhrmann unter anderem an der Entwicklung biomechanisch gesteuerter Prothesen beteiligt. Nach dem großen Erfolg seines ersten Buches "Homo Sapiens 10-2" entschloss er sich um 1980, in Zukunft nur noch als Schriftsteller tätig zu sein.

Der in der DDR bei SF-Lesern sehr beliebte Schriftsteller veröffentlichte in den 1980er Jahren eine ganze Reihe utopischer Romane und Erzählungen. Nach der Wende konnte Fuhrmann seine erfolgreiche Schriftstellertätigkeit nicht fortsetzen und verstarb 1991 viel zu früh.

Diese Romane und Erzählungen des Autors sind mir bekannt, und ich habe sie auch selbst gelesen:

  • 1976 Das Experiment (Erzählung) in der Anthologie „Begegnung im Licht“
  • 1977 Homo Sapiens 10-2
  • 1978 Das Raumschiff aus der Steinzeit
  • 1981 Planet der Sirenen
  • 1984 Die Untersuchung
  • 1985 Medusa
  • 1988 Versuchsreihe 17
  • 1996 Kairos

Quellen

[1] Das Science-Fiction-Jahr 1992, Wilhelm Heyne Verlag München 1992 - herausgegeben von Wolfgang Jeschke, daraus „Imaginator des Ausdenkbaren – Ein Nachruf für Rainer Fuhrmann“ von Karsten Kruschel, Seite 578 - 587

[2] Die Science-fiction der DDR - Autoren und Werke, Verlag Das Neue Berlin 1988 - herausgegeben von Erik Simon und Olaf R. Spittel

Bild des Autors Rainer Fuhrmann - Zeichnung nach Bild in [2], S. 142

Thomas K. Reich

Thomas K. Reich

Thomas K. Reich, 1951 in Reichenbach (Vogtland) geboren, studierte Meterologie und Geophysik.

Nach seiner Promotion im Jahr 1985 arbeitete er als Hydrometeorologe und veröffentlichte allein bis 1987 insgesamt 15 wissenschaftliche Arbeiten .

Neben der Science-Fiction galt sein Interesse dem Altertum. So erschienen 1978 seine historischen Erzählungen "Die Sklaven des Hostilius" und "Der Tod des Präfekten" im Verlag Das Neue Berlin in einem Band. ([1], S. 227 - 229)

"Sinobara" ist sein einziges Science-Fiction-Buch und wurde 1982 publiziert.

Quellen

[1] Die Science-fiction der DDR - Autoren und Werke, Verlag Das Neue Berlin 1988 - herausgegeben von Erik Simon und Olaf R. Spittel

Bild des Autors Thomas K. Reich - Zeichnung nach Bild in [1], S. 227

Arkadi und Boris Strugatzki

Arkadi & Boris Strugatzki
© Molosovsky

Die beiden Autoren sind die bedeutensten und wichtigsten SF-Schriftsteller der ehemaligen Sowjetunion. Ihre Bücher wurden in verschiedene Sprachen übersetzt und werden von Millionen Menschen auf der ganzen Welt gelesen.
Arkadi Natanowitsch Strugatzki lebte von 1925 bis 1991. Er war Anglist und Japanologe, später arbeitete er als Verlagslektor und Übersetzer.
Boris Natanowitsch Strugatzki lebte von 1933 bis 2012. Er studierte an der Leningrader Universität Stellarastronomie und arbeitete als Astronom an der Pulkowo-Sternwarte bei Leningrad.

Seit 1964 arbeiteten die beiden Brüder zusammen als freie Autoren. Da sie in verschiedenen Städten wohnten, trafen sie sich zum Schreiben in der kleinen Provinzstadt Bologaje in einem Cafe. (Franz Rottensteiner in [1], S. 7)

Hoffnung, das Werk der Strugatzkis in seiner ganzen epischen Breite lesen zu können, weckt die Veröffentlichung der "Gesammelten Werke" in insgesamt sechs Bänden. Alle Texte wurden dazu durchgesehen und mit den inzwischen erschienen, ungekürzten russischen Gesamtausgaben abgeglichen. Neben der Taschenbuchausgabe von Heyne gibt der Golkonda Verlag eine hochwertige, gebundende Werksausgabe heraus.

Diese Romane und Erzählungen der Autoren sind mir bekannt, und ich habe sie auch selbst gelesen:

Quellen

[1] Polaris 10, Ein Science Fiction Almanach Arkadi und Boris Strugatzki gewidmet, herausgegeben von Franz Rottensteiner, Suhrkamp Taschenbuchverlag Frankfurt am Main 1986

Das Bild Arkadi & Boris Strugatzki: © Molosovsky bzw. © Molosovsky - www.flickr.com
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